In den beiden folgenden Sommern zeigt
sich, das Pen Duick auch ohne Renovierung noch durchaus seetüchtig
ist. In diesen zwei Sommern segelt Guy Tabarly mit seiner Familie auf Pen
Duick, mit an Bord auch sein kleiner Sohn Eric. Als Guy 1940 einberufen
wird, wird Pen Duick nach Benodet verlegt und verbringt die nächsten
fünf Jahre im Hafenschlick. Dabei entgeht Pen Duick nur knapp dem
Schicksal zahlreicher anderer Yachten, deren Bleiballast von der Wehrmacht
beschlagnahmt wird.
Nach dem Krieg zeigt sich, dass die
fünf Jahre im Schlick den Alterungsprozess beschleunigt haben. Guy
Tabarly scheut die Mühe und denkt an Verkauf, doch er rechnet nicht
mit seinem Sohn Eric, dem Pen Duick ans Herz gewachsen ist. Sehr zu dessen
Freude werden alle Kaufinteressenten vom Zustand der Yacht abgeschreckt,
so dass er 1952 seinem Vater Pen Duick abschwatzt. Eric tritt zu diesem
Zeitpunkt in die französische Marine ein und investiert seinen Sold
(und noch mehr) in den Erhalt der Pen Duick.
Der Holzrumpf erweist sich als völlig
verrottet, eine fachmännische Überholung ist nicht zu finanzieren,
so dass sich Eric Tabarly entschließt, den Originalrumpf als Positivform
für einen Polyesterrumpf zu benutzen. Das Vorhaben gelingt, der neue
Rumpf ist der längste Polyesterrumpf, der bis dahin gefertigt wurde.
Mit Hilfe von Freunden gelingt es Eric in jahrelanger Arbeit, Pen Duick
wieder seetüchtig zu machen. Da der neue Rumpf leichter ist, kann
Pen Duick nun mehr Ballast tragen, was Eric nutzt, um einen längeren
Mast einzusetzen. Bei einer späteren Überholung ab 1983 wird
die Masthöhe ein weiteres Mal verlängert.
Von 1962 bis 1983 liegt Pen Duick
auf, Eric Tabarly gelangt in dieser Zeit auf seinen anderen Pen Duicks
zu Weltruhm. Da Pen Duick während dieser langen Zeit Wind und Wetter
ausgestzt ist, wird eine weitere Überholung nötig, die bei Raymond
Labbé in St. Malo durchgeführt wird. Sie dauert 6 Jahre. In
dieser Zeit erhält Pen Duick wieder ein Stabdeck aus Holz und ein
neues Deckslayout. Am 9. Juli 1989 segelt Pen Duick wieder.
Der 100. Geburtstag von Pen Duick
1998 wird in der Bretagne groß gefeiert. Auch in Fairlie, der Wirkungsstätte
von Pen Duicks berühmten Konstrukteur William Fife, wird Pen Duick
zu diesem Anlass erwartet. Auf dem Weg nach Schottland geht Eric Tabarly
in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni 1998 über Bord und ertrinkt.
Seither kümmert sich die Assocation
Eric Tabarly um den Erhalt der Pen Duicks.